Journalist, Russland
Ulrich Heyden

Ulrich Heyden berichtet seit 1992 für deutschsprachige Tages- und Wochenzeitungen aus Moskau und anderen Brennpunkten im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion (Moskau, Kiew, Jakutsk). Geboren wurde er 1954 in Hamburg, wo er Volkswirtschaft und Geschichte studierte. Heyden arbeitete als Producer für das ZDF und als Dokumentationsjournalist für den Spiegel. Seine Schwerpunktthemen sind Alltag, Geschichte und Opposition in Russland.

Beiträge

Russland Mischka legt sich schlafen

Lange hatten die Moskauer auf richtigen Schnee gewartet. Am Donnerstag früh war es endlich soweit. Den ganzen Tag über fiel die weiße Pracht in dicken Flocken. Die Stadtreinigung kam nicht gegen die Schneemengen an. Das Resultat: In der Innenstadt kam es zu kilometerlangen Staus. Die Autos fuhren nur noch im Schritttempo. Die Moskauer Flughäfen waren nur noch beschränkt im Betrieb. 40 Flugzeuge wurden in andere Städte umgeleitet. Und die Bären im Moskauer Zoo begannen zum

Russland Feiern bis die Polizei kommt

Russische Milliardäre zieht es in feine und aristokratische Gegenden. Eine Villa an der Moskauer Reichen-Straße  "Rublowskoje Chaussee" im Westen der Stadt reicht nicht. Man braucht auch eine Residenz in London. Einmal im Jahr versammelt sich zudem der russische Geldadel im französischen Ski-Ort Courchevel. In diesem Jahr verdarb jedoch der französische Innenminister Nicolas Sarkozy den reichen Russen die Champagnerlaune. Polizisten schwärmten in dem Ski-Kurort aus,

Russland Energiegigant auf unsicherem Boden

Nach fortgesetzten Irritationen wegen unterbrochener Gaslieferungen versprechen der Kreml und  Russlands Energiegigant Gasprom Europa nun eine sichere Versorgung. Doch die  russische Gasindustrie hat nicht nur Probleme mit Transitleitungen durch Weißrussland. Die Fördermenge ist auf älteren Feldern rückläufig. Kritiker befürchten bereits, dass Gasprom mehr Gas versprochen hat, als es fördern kann. Durch den Klimawandel könnte zudem die halbe Industrie im si

Russland Banker-Mord vor Aufklärung?

In der Nacht auf Donnerstag verhafteten russische Sicherheitsbeamte den Moskauer Bankier Aleksej Frenkel. Der 35jährige soll der Auftraggeber des Mordes an dem russischen Zentralbankchef Andrej Koslow sein. Frenkel gehören eine Reihe kleiner Banken, die sich den Ermittlern zufolge auf Geldwäsche spezialisiert hatten, darunter auch die „VIP-Bank“. Genau diesem Finanzinstitut hatte Koslow im Juni letzten Jahres die Lizenz entzogen.

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