Journalist, Russland
Ulrich Heyden

Ulrich Heyden berichtet seit 1992 für deutschsprachige Tages- und Wochenzeitungen aus Moskau und anderen Brennpunkten im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion (Moskau, Kiew, Jakutsk). Geboren wurde er 1954 in Hamburg, wo er Volkswirtschaft und Geschichte studierte. Heyden arbeitete als Producer für das ZDF und als Dokumentationsjournalist für den Spiegel. Seine Schwerpunktthemen sind Alltag, Geschichte und Opposition in Russland.

Beiträge

Russland Lukaschenko will bessere Beziehungen zu Europa

Die Beziehungen zwischen Moskau und Minsk bleiben gespannt. Nachdem Wladimir Putin und Aleksander Lukaschenko den Konflikt um den Preis für russisches Öl Anfang des Jahres beigelegt hatten, flammt der Streit nun erneut auf. Minsk fordert eine 30-prozentige Erhöhung der Öl-Transit-Gebühren. Lukaschenko erkennt in der russischen Politik plötzlich "imperiale Züge" und bedauert, dass man die Beziehungen zu Europa vernachlässigt hat.

Russland Massengrab im Ural

Auf dem Gelände eines ehemaligen Bergwerks im Ural fanden Ermittler der russischen Staatsanwaltschaft ein Massengrab mit 30 jungen Mädchen, die von einer Zuhälter-Bande zur Prostitution gezwungen und dann ermordet wurden. Die Ermittler in der Ural-Region Swerdlowsk sprechen von dem brutalsten Kriminal-Fall, den es in der Region jemals gegeben hat. Mädchen aus der russischen Provinz sind seit Jahren auch Opfer international agierender Menschenhändler. Ende Januar befreite die tü

Russland Steinmeier in Moskau

In Moskau verhandelte am heutigen Montag der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier in seiner Funktion als EU-Ratspräsident mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow über ein neues Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Russland. Auf dem Weg zu dem Abkommen gibt es ernste Hindernisse. Polen blockiert die Verhandlungen wegen dem russischen Import-Verbot für Fleisch aus Polen. Die EU möchte im neuen Partnerschaftsabkommen Elemente der europäischen Energie-Char

Russland Putin hofft auf das große Indien-Geschäft

Indien ist ein traditioneller Partner Russlands. Das war schon zu Sowjetzeiten so. In den letzten Jahren hatten russische Waffen-Fabriken mit Neu-Delhi Verträge in Milliarden-Höhe abschließen können. Wladimir Putin hofft auf weitere Verträge und eine Steigerung des Handelsvolumens um 30 Prozent. Bei dem zweitägigen Besuch des Kreml-Chefs in Neu-Delhi wurde der Bau von vier neuen Atomkraftwerken und eines gemeinsamen Transportflugzeugs vereinbart. Putin träumt von einer Ac

Russland Pflaster gegen schreiende Babys

Russland ist erschüttert. Fernsehen und Zeitungen zeigte Bilder von der brutalen Behandlung von Neugeborenen in russischen Krankenhäusern. In Jekaterinenburg werden schreienden Babys die Münder mit Pflaster verklebt, in Krasnodar, wurde einem Baby ein Arm amputiert, nachdem sich nach dem fehlerhaften Setzen eines Katheters eine Thrombose gebildet hatte. Trotz der neuen, vom Kreml groß angekündigten „nationalen Programme“, von denen auch die Krankenhäuser profitieren sollen

Weitere Artikel laden