Journalist, Russland
Ulrich Heyden

Ulrich Heyden berichtet seit 1992 für deutschsprachige Tages- und Wochenzeitungen aus Moskau und anderen Brennpunkten im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion (Moskau, Kiew, Jakutsk). Geboren wurde er 1954 in Hamburg, wo er Volkswirtschaft und Geschichte studierte. Heyden arbeitete als Producer für das ZDF und als Dokumentationsjournalist für den Spiegel. Seine Schwerpunktthemen sind Alltag, Geschichte und Opposition in Russland.

Beiträge

Russland „Großer Terror“ gegen kleine Leute

Nach sechsjähriger Forschungsarbeit in russischen und ukrainischen Archiven diskutierten  Historiker bei einer internationalen Konferenz in Moskau über den „Großen Terror“ unter Stalin und die Auswirkungen des Befehls Nr. 00447 von Geheimdienstchef Nikolai Jeschow aus dem Jahre 1937, der exakte Verhaftungsquoten für Kulaken, Geistliche, ehemalige Vertreter des Zarenregimes, Sozialrevolutionäre und Anarchisten in den Regionen festlegte. Die örtlichen Behörden leis

Russland Büßen für Saakaschwili

Die russisch-georgischen Spannungen haben sich in einen kalten Krieg verwandelt. Die Drangsalierung und Deportation von Georgiern in Moskau kritisierte der georgische Präsident Michail Saakaschwili als „ethnische Diskriminierung“, die an die schlimmsten Ereignisse im 20. Jahrhundert erinnere. Überall in Russland geraten Georgier ins Visier der russischen Behörden, prominentestes Opfer ist der aus Georgien stammende Krimiautor Boris Akunin.

Russland Ein hundertprozent politischer Mord

Im Fall der am Sonnabend ermordeten russischen Journalisten Anna Politkowskaja sind die Ermittler bis jetzt kaum vorangekommen. Der Täter sei vermutlich schon von seinen Auftraggebern liquidiert, heißt von Seiten der Ermittler. Beobachter vermuten, dass der tschetschenische Ministerpräsident Ramsan Kadyrow hinter dem Mord steckt. Die Ermordete hatte über die von Kadyrow geführten Todesschwadronen berichtet. Die Nowaja Gaseta, für die Politkowskaja schrieb, hält es aber au

Russland Russische Polizei sucht georgische Kinder

Der russisch-georgische Konflikt nimmt immer irrealere Züge an. Die Polizei macht Razzien auf Moskauer Märkten und in Wohnungen – auf der Suche nach Georgiern, die nicht offiziell in der Stadt registriert sind. Aus Angst vor den Razzien gehen viele Eltern nicht mehr auf die Straße, und nun hat die Polizei begonnen, an den Schulen nach georgischen Kindern zu suchen. Nach Auskünften der georgischen Landsmannschaft leben allein in der russischen Hauptstadt 100.000 Georgier. Ein groß

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