Journalist, Russland
Ulrich Heyden

Ulrich Heyden berichtet seit 1992 für deutschsprachige Tages- und Wochenzeitungen aus Moskau und anderen Brennpunkten im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion (Moskau, Kiew, Jakutsk). Geboren wurde er 1954 in Hamburg, wo er Volkswirtschaft und Geschichte studierte. Heyden arbeitete als Producer für das ZDF und als Dokumentationsjournalist für den Spiegel. Seine Schwerpunktthemen sind Alltag, Geschichte und Opposition in Russland.

Beiträge

Russland NUR BEDINGT TAUGLICH

Russland ist wieder stark. Das war die Botschaft der großen Militärparade auf dem Roten Platz, bei der am 9. Mai erstmals seit 18 Jahre wieder moderne Panzer und Topol-Atomraketen aufgefahren wurden. Die Zeiten, in denen Flugzeugträger verkauft wurden und Piloten wegen fehlender Finanzen nur einmal im Jahr trainieren konnten, sind vorbei. Russland gibt wieder Unsummen für seine Streitkräfte aus – unter Putin wurde das Militärbudget dank Öl- und Gaseinnahmen vervierfacht

Russland PUTIN RÄUMT IM SICHERHEITSDIENST AUF

Der ehemalige Kreml-Chef Wladimir Putin setzt als neuer russischer Ministerpräsident ein klares Zeichen: Gleich drei hohe Beamte – FSB-Chef Patruschew, Drogen-Polizei-Chef Tscherkessow und Justizminister Ustinow – verloren ihre Posten. Auch andere Personalentscheidungen Putins nehmen Kremologen als Beleg dafür, dass die Geheimdienstfraktion geschwächt und die Liberalen in der russischen Regierung gestärkt werden.

Russland HÄLT DAS GESPANN MEDWEDEW-PUTIN?

Der alte Präsident Putin und der neue, Dmitrij Medwedew, sprechen oft in unterschiedlichen Tonlagen. Putin beschwört gerne den russischen Patriotismus. Medwedew stimmte bei seiner Amtseinführung im Kreml dagegen wieder das hohe Lied auf die Grundwerte einer liberalen Gesellschaft an. Er versprach „bürgerliche und wirtschaftliche Freiheiten“ und „weite Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung der Bürger“.  Die unterschiedlichen Tonlagen führen zu Spekulationen, d

Russland POMPÖSER AMTSWECHSEL IM KREML

In Russland gibt es in diesen Tagen eine historische Ämterrochade: Heute (Mittwoch) Mittag beginnt die Amtszeit des am 2. März mit 70 Prozent der Stimmen gewählten Dmitrij Medwedew als russischer Präsident. Sein Vorgänger Wladimir Putin wechselt nur einen Tag später auf den eigentlich nachgeordneten Posten des Ministerpräsidenten. Ein Wechsel, der Fragezeichen aufwirft. Fügt sich Putin in die Rolle des Untergebenen?

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