Journalist, Russland
Ulrich Heyden

Ulrich Heyden berichtet seit 1992 für deutschsprachige Tages- und Wochenzeitungen aus Moskau und anderen Brennpunkten im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion (Moskau, Kiew, Jakutsk). Geboren wurde er 1954 in Hamburg, wo er Volkswirtschaft und Geschichte studierte. Heyden arbeitete als Producer für das ZDF und als Dokumentationsjournalist für den Spiegel. Seine Schwerpunktthemen sind Alltag, Geschichte und Opposition in Russland.

Beiträge

Russland WENN DIE METRO ZUR NATIONAL BEFREITEN ZONE WIRD

Fast täglich kommt es in Russland zu rassistischen Gewalttaten, mit steigender Tendenz. Starben im Jahre 2004 in Moskau 17 Menschen in Folge rassistischer Überfälle, gab es in den ersten vier Monaten dieses Jahres bereits 25 Tote. Öffentlichkeit und staatliche Organe schauen weg. Besondere Angst haben Menschen mit ausländischem Aussehen am 20. April, dem Geburtstag Adolf Hitlers. Viele Gastarbeiter und Studenten aus dem Kaukasus und Mittelasien bleiben an diesem Tag zuhause. Wer doc

Russland SKANDALBLATT ENTSCHULDIGT SICH BEI PUTIN

Das Boulevardblatt „Moskowski Korrespondent“ hat sich am Donnerstag bei Wladimir Putin für die Gerüchte um eine angebliche Liebesaffäre des scheidenden Präsidenten entschuldigt. Vor wenigen Tagen hatte die Zeitung berichtet, Putin habe sich im Februar von seiner Frau Ludmilla scheiden lassen und wolle im Juni vor den Toren von St. Petersburg im Konstantin-Palast neu heiraten. Nun machte das Blatt, offenbar auf Drängen von Zeitungsbesitzer Aleksandr Lebedew, einen Rückz

Russland PUTIN JETZT PARTEICHEF

Der Parteikongress von Einiges Russland dauerte am (heutigen) Dienstag nur 45 Minuten. Die Zeit reichte für die Wahl von Wladimir Putin zum neuen Parteivorsitzenden. Die 573 Delegierten – viele von ihnen haben hohe Posten in der Verwaltung und in Betrieben – wählten den scheidenden Kreml-Chef und zukünftigen Ministerpräsidenten in öffentlicher Abstimmung ohne Gegenstimmen und Enthaltungen zum Parteivorsitzenden für vier Jahre. Eine Diskussion gab es nicht. Putin ist dabei i

Russland NESTLÈ CONTRA GEWERKSCHAFTEN

In der Nestle-Fabrik in Perm (Ural) brodelt es. Die Gewerkschaft fordert deutliche Reallohnerhöhungen. Die Unternehmensleitung verweigert Verhandlungen. Sie will die Löhne wie bisher nach eigenem Gutdünken festsetzen. Trotz der öffentlichen Proteste und Unterstützung durch die deutsche Gewerkschaft NGG und die Internationale Gewerkschaft bewegen sich die Schweizer nicht. Nestle hat in Russland 13 Fabriken, aber nur in vier Fabriken gibt es Gewerkschaften. Die Auseinandersetzungen be

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