Journalist, Russland
Ulrich Heyden

Ulrich Heyden berichtet seit 1992 für deutschsprachige Tages- und Wochenzeitungen aus Moskau und anderen Brennpunkten im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion (Moskau, Kiew, Jakutsk). Geboren wurde er 1954 in Hamburg, wo er Volkswirtschaft und Geschichte studierte. Heyden arbeitete als Producer für das ZDF und als Dokumentationsjournalist für den Spiegel. Seine Schwerpunktthemen sind Alltag, Geschichte und Opposition in Russland.

Beiträge

Russland Tödliches Fensterputzmittel

5.000 Menschen wurden in den letzten Wochen in russische Krankenhäuser wegen Alkoholvergiftungen eingeliefert, berichtete die „Nowaja Gaseta“. Viele von ihnen sind arbeitslos und meist auch Alkoholiker. Der staatlich festgesetzte Preis von zwei Euro für eine Wodka-Halbliterflasche ist ihnen zu hoch. Sie kaufen sich ihren „Stoff“ lieber in irgendeiner Garage oder direkt von einem Lastwagen. So ein Fläschchen kostet nur 25 Rubel (73 Cent). Der Genuss ist aber oft lebensgefährlich.

Russland „Was wird aus uns nach 2008?“

Am Mittwoch hielt Wladimir Putin seine alljährliche Frage-Veranstaltung mit Bürgern im Fernsehen ab. Die dreistündige Sendung wurde live auf zwei TV-Kanälen und im Radio übertragen. Zwei Millionen Bürger hatten in den letzten fünf Tagen per Telefon und Internet Fragen eingereicht. Fernsehteams in verschiedenen Städten Russland übermittelten Bürger-Fragen live an den Präsidenten. Dabei lehnte der Präsident den Wunsch nach einer dritten Amtszeit &uum

Russland Kalter Wind für NGOs

Von den rund 200 ausländischen NGOs, für die bis Mittwoch die Registrierungsfrist in Russland ablief, wurden 88 nicht registriert. Sie müssen vorläufig ihre Arbeit einstellen. Was ihnen bleibt, ist die Hoffnung auf einen möglichen positiven Bescheid. Mit dem neuen NGO-Gesetz will der Kreml politische Aktivitäten ausländischer Organisationen unterbinden. Zu den Organisationen, die ihre Arbeit einstellen müssen, gehört die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Rosa-Luxem

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