Journalist, Russland
Ulrich Heyden

Ulrich Heyden berichtet seit 1992 für deutschsprachige Tages- und Wochenzeitungen aus Moskau und anderen Brennpunkten im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion (Moskau, Kiew, Jakutsk). Geboren wurde er 1954 in Hamburg, wo er Volkswirtschaft und Geschichte studierte. Heyden arbeitete als Producer für das ZDF und als Dokumentationsjournalist für den Spiegel. Seine Schwerpunktthemen sind Alltag, Geschichte und Opposition in Russland.

Beiträge

Russland „Wir brauchen keine Teilung Europas“

Am Wochenende tagten bei Moskau 150 Sicherheitsexperten aus Russland, Europa, China, den USA und Japan über die weltweite Sicherheitslage. Die Tagung wurde vom Russischen Verteidigungsrat veranstaltet und war praktisch die russische Antwort auf die Münchner Sicherheitskonferenz. Der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Volker Rühe war als Gastredner eingeladen. n-ost-Korrespondent Ulrich Heyden unterhielt sich mit ihm.

Russland Putin bastelt an Konkurrenz-Pipelines in Südeuropa

Russland will sein Monopol bei den Transportrouten für Öl und Gas nicht aufgeben. Am Donnerstag wurde im Beisein von Putin ein Vertrag über die neue „Balkan-Ölpipeline“ via Bulgarien und Griechenland unterzeichnet. Der ungarische Premier liebäugelt unterdessen mit dem Projekt einer neuen russischen Gaspipeline und torpediert damit das Projekt der Nabucco-Gaspipeline, mit der sich die EU aus russischer Abhängigkeit befreien will.

Russland Überraschungen bei russischen Regionalwahlen

Am vergangenen Wochenende waren bei Regionalwahlen in 14 Regionen immerhin 31 von 140 Millionen Russen zur Abgabe ihrer Stimmen aufgerufen. Die Wahlen waren ein wichtiger Test vor den Duma-Wahlen im Herbst 2007 und der Präsidentenwahl im März 2008. Die Kreml-Partei "Einiges Russland" fuhr dabei einen deutlichen Sieg in allen Regionen ein. Das Ergebnis zeigt aber auch: Das System Putin ist zwar stabil, doch trotz des staatlich gelenkten Fernsehens läuft nicht alles so, wie es sich de

Russland „Verantwortung vor Allah und Putin“

Putin ernannte ihm am Donnerstag zum Präsidenten Tschetscheniens: Ramsam Kadyrow, der selbst am Steuer seines schwarzen Geländewagens sitzt, auch mal Boxweltmeister Mike Tyson nach Grosny einlädt und gern in Moskauer Nachtclubs geht, pflegt das Image des starken Mannes. Seine Schutztruppe, die „Kadyrowzi“, verbreitet Angst und Schrecken, gegen vermeintliche Terroristen geht man gnadenlos vor. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Memorial verschwanden in Tschetschenien in den letzte

Russland Trotzige Worte aus Moskau

Dass die USA ihr Abwehrsystem gegen Raketen aus dem Iran und Nordkorea nun auch im Kaukasus stationieren wollen und auch die Ukraine in das Abwehr-Programm mit einbeziehen, löste in Moskau kein Protestgeschrei mehr aus. Im Gegenteil, je näher die US-Raketenabwehr an die russische Grenze rückt, desto gelassener gibt man sich im russischen Generalstab. Der russische Luftwaffenchef Wladimir Michajlow erklärte, Russland habe „alles Nötige, um auf all diese Stationierungen adäquat

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