Journalist, Russland
Ulrich Heyden

Ulrich Heyden berichtet seit 1992 für deutschsprachige Tages- und Wochenzeitungen aus Moskau und anderen Brennpunkten im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion (Moskau, Kiew, Jakutsk). Geboren wurde er 1954 in Hamburg, wo er Volkswirtschaft und Geschichte studierte. Heyden arbeitete als Producer für das ZDF und als Dokumentationsjournalist für den Spiegel. Seine Schwerpunktthemen sind Alltag, Geschichte und Opposition in Russland.

Beiträge

Russland Öl- und Schwefelpest vor der Krim

Ein Sturm in der Meerenge von Kertsch wurde zehn Schiffen zum Verhängnis. Mehrere Tausend Tonnen Öl und Schwefel gerieten ins Meer. Die Sturmwarnung kam offenbar zu spät, so dass die Schiffe nicht mehr ins offene Meer fahren konnten, wo es bei Sturm bessere Manövriermöglichkeiten gibt. So lagen die Schiffe in der Meerenge von Kertsch vor Anker und wurde Opfer der fünf Meter hohen Wellen. Die Rettungsmannschaften suchen nach 20 Vermissten Seeleuten. Reinigungsmannschaften haben

Russland Eine Warnung an die USA

Einstimmig haben die Abgeordneten der russischen Staatsduma heute den Ausstieg aus dem Vertrag zur Begrenzung der konventionellen Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag) beschlossen. Moskau reagiert damit auf die geplante US-Raketenabwehr in Polen und Tschechien. Gleichzeitig signalisiert Moskau jedoch Verhandlungsbereitschaft. Die Kündigung der Duma muss noch vom Föderationsrat und Putin selbst abgesegnet werden. Ob sie wirklich vollzogen wird, ist offen, denn seit Wochen verhandeln Diplomaten

Russland Die verschwiegene Revolution

Der Kreml will über die Oktoberrevolution am liebsten gar nicht mehr reden. Nur in wenigen kleinen Ausstellungen erinnert Moskau an den Umsturz vom 7. November 1917. Im ehemaligen Revolutionsmuseum wurde zusammengeräumt, einst verbitterte Feinde blicken nun friedlich vereint aus demselben Schaukasten. Nur in der Werbung sind Glanz und Größe der Revolutionäre ungebrochen, denn das russische Volk verehrt sie als Helden. Dass Wladimir Putin den offiziellen Feiertag zum 7. November abg

Russland Putin gedenkt Stalin-Opfern

Zum ersten Mal in seiner Amtszeit als russischer Präsident hat Wladimir Putin am heutigen „Gedenktag für politische Repression“ öffentlich der Opfer des Stalinistischen Terrors gedacht. Auf einem ehemaligen Erschießungsplatz kniete er vor einem Holzkreuz nieder und legte Blumen zu Ehren derer ab, die unter Stalin als so genannte Volksfeinde erschossen wurden. Der Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation Memorial, Arseni Roginski, sprach von einem „positiven Zeichen“. In

Russland "Russland hat aufgehört, ein demokratisches Land zu sein"

Wladimir Ryschkow ist einer der profiliertesten Oppositionspolitiker in Russland und seit 14 Jahren Abgeordneter im Parlament. Doch bei der Wahl im Dezember darf der 41-Jährige nicht kandidieren, weil nur noch Parteilisten und keine Direktkandidaten mehr zugelassen sind. Im n-ost-Interview wirft Ryschkow Präsident Wladimir Putin die "Imitation eines Mehrparteiensystems" vor und den deutschen Parlamentariern das "Syndrom Schröder": "Die deutschen Politiker verste

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