Das Osteuropa-Magazin

ostpol zeigt eine Region auf der Suche nach sich selbst: zwischen Sehnsucht nach Stärke, ständigem Wandel und Stagnation. Wir machen die Vielfalt Osteuropas sichtbar mit einem Journalismus, der in die Tiefe geht und sich nicht in Meinungsgräben zurückzieht.

Ein ländliches Tableaux aus Westsibirien von Emile Ducke. Die historische Anmutung der vor zwei Jahren fotografierten Szene entspricht dem Gegenstand der Fotoserie. Stepan Borisow und seine Kinder Andrej, Justina und Maxim, die hier gerade eine Pause von der Heuernte machen, gehören zu den Altgläubigen, die sich als Bewahrer der ursprünglichen russisch-orthodoxen Traditionen sehen. Diese Religionsgruppe hat sich im 17. Jahrhundert aus Protest gegen Reformen von der Großkirche abgespalten. Sie wurde unter dem Zaren verfolgt und von den Sowjets marginalisiert. Daraus resultierte oft eine räumliche und geistige Isolation vom Rest der Gesellschaft. In dem kleinen Ort Ajdara, wo Ducke fotografierte, können die Kinder nur bis zur vierten Klasse unterrichtet werden und die wenigen Produkte, die nicht selbst erzeugt werden, werden mit dem Helikopter eingeflogen. Das, was Emile Ducke während der Arbeit dort am meisten fasziniert hat, durfte er allerdings nicht fotografieren: die ganze Nacht andauernden Gottesdienste in den Privathäusern der strenggläubigen Familien. 

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