Das Osteuropa-Magazin

ostpol zeigt eine Region auf der Suche nach sich selbst: zwischen Sehnsucht nach Stärke, ständigem Wandel und Stagnation. Wir machen die Vielfalt Osteuropas sichtbar mit einem Journalismus, der in die Tiefe geht und sich nicht in Meinungsgräben zurückzieht.

Falls die Russen kommen: Maria ist Teilnehmerin eines mehrwöchigen Offizierlehrgangs im Guerillakampf. Die 21-Jährige gehört nicht zur regulären estnischen Armee, sondern ist Gefreite im Freiwilligenverbund Kaitseliit. Seit der Krimannexion und dem Beginn des Krieges im Donbass, organisieren sich im Baltikum vermehrt Freiwillige in Selbstverteidigungsgruppen, aus Angst vor einer russischen Invasion. Maria sagt, sie sei bereit für ihr Land zu sterben. Ihre Eltern glauben ihr das nicht. Mit der russischen Militärübung „Zapad“, die heute in Belarus beginnt, könnten Provokationen wie etwa die Verletzung des baltischen Luftraums einhergehen, befürchten Militärexperten. Das Foto von Fabian Weiss entstand im Oktober 2015 und wurde in einer Reportage über Selbstverteidigungskräfte im Baltikum im GEO Magazin 07/2016 veröffentlicht.

Der kroatische Politiker Marko Skejo hieß die Journalisten auf der Pressekonferenz mit dem Ustascha-Gruß willkommen. / Foto: Index Vijesti

Kroatien Wie dieser kroatische Nationalist erklärt, dass er kein Faschist ist

Der kroatische Nationalist Marko Skejo hat extra eine Pressekonferenz einberufen, um Journalisten zu erklären, dass er kein Faschist sei. Dabei sind Skejos sonstige Äußerungen eine düstere Tour de Force in die Abgründe der kroatischen Geschichte. Mit den Nazikollaborateuren von der Ustascha hat der Betonunternehmer ebenso kein Problem, wie damit, das Vernichtungslager Jasenovac als „Krankenhaus offenen Typs“ zu verharmlosen. Das ärgert unseren Autoren.

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Interviews, Statements, Fotostrecken: Wir setzen uns mit der Aufgabe von visuellen Medien im journalistischen Kontext auseinander und zeigen Arbeiten internationaler Bildproduzenten.

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Gemischtes Doppel: Russland/Ukraine

Das Gemischte Doppel gibt jeden Mittwoch persönliche Einblicke in die Ukraine und Russland, geschrieben von Inga Pylypchuk (Ukraine) und Maxim Kireev (Russland).

Innenansichten

Ob Zensur in Ungarn, Wahlen in der Ukraine oder Proteste in Russland: Regelmäßig schreiben osteuropäische Intellektuelle für ostpol über Entwicklungen in ihren Ländern.

Stereoscope

Streitgespräche, Analysen und Essays von osteuropäischen Journalisten. Unsere Autoren diskutieren über ihr journalistisches Selbstverständnis, den Zustand der Medien und die Debatten in ihren Ländern.